Ist Kehlkopfkrebs gut heilbar?

Gefragt von: Wilhelm Weise  |  Letzte Aktualisierung: 25. November 2021
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Kehlkopfkrebs trifft meist Patienten ab etwa 65 Jahren. Während Frauen dabei im Schnitt in etwas jüngerem Alter erkranken, sind Männer insgesamt häufiger von der Erkrankung betroffen. Die gute Nachricht: Kehlkopfkrebs kann in frühen Stadien oft sehr gut behandelt und sogar geheilt werden.

Wie lange kann man mit Kehlkopfkrebs leben?

Allgemein gilt, dass fünf Jahre nach der Diagnose Kehlkopfkrebs noch etwa 60 Prozent aller Patienten leben (5-Jahres-Überlebensrate). Wird Kehlkopfkrebs nicht behandelt, kann er zum Tod führen!

Wie kann man Kehlkopfkrebs behandelt?

Die zur Zeit wirksamsten und am weitesten anerkannten Methoden zur Behandlung von bösartigen Tumoren im Bereich der oberen Luft- und Speisewege sind die Operation und die Strahlentherapie bzw. Strahlentherapie in Kombination mit Chemotherapie. Letztere wird vielfach als sog. Radiochemotherapie durchgeführt.

Kann der HNO Kehlkopfkrebs sehen?

die Stimmbänder. Diese schmerzfreie Untersuchung kann ergänzt werden durch eine weitere optische Methode, der so genannten Stroboskopie. Mit Hilfe dieser Untersuchungstechniken kann der HNO-Arzt Krebs in der Frühphase feststellen und sogar Veränderungen erkennen, die zur Entwicklung von Kehlkopfkrebs führen können.

Wie fühlt sich Kehlkopfkrebs an?

In mehr als 65 Prozent aller Fälle kommt es im Bereich der Stimmritze (Glottis) – bestehend aus Stimmbändern und Stellknorpel – zu Kehlkopfkrebs. Symptome, die darauf hinweisen können, sind anhaltende Heiserkeit mit einem rauen, behauchten Stimmklang, Halskratzen, Räusperzwang und chronischer Husten.

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Was sind die ersten Anzeichen von Kehlkopfkrebs?

Die ersten Symptome von Kehlkopfkrebs sind meist uncharakteristisch. Die Erkrankung beginnt häufig mit Halsschmerzen und Heiserkeit sowie einem Fremdkörpergefühl im Hals (sogenanntes Globusgefühl). Diese untypischen Symptome tragen dazu bei, dass Larynxkarzinome mitunter erst spät entdeckt werden.

Wie schnell entwickelt sich Kehlkopfkrebs?

Bei mehr als 90 Prozent aller Kehlkopfkrebs-Fälle handelt es sich um Hauttumore, die auf und in der Schleimhaut des Kehlkopfes entstehen. Der Krebs wächst zwar oft langsam und die Überlebensrate liegt bei mehr als 70 Prozent - doch nur, wenn die Krebskrankheit frühzeitig erkannt und behandelt wird.

Ist Kehlkopfkrebs mit Ultraschall erkennbar?

Danach kann er eine genaue Aussage darüber treffen, wie weit der Krebs bereits gewachsen ist. Anschließend untersucht der Arzt mit einem Ultraschall-Gerät die Lymphknoten des Patienten. Sind sie geschwollen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass sich der Kehlkopfkrebs bereits ausgebreitet und Metastasen gebildet hat.

Welcher Arzt untersucht den Kehlkopf?

Mit einem Holzspatel kann der HNO-Arzt in den Rachenraum sehen und die gerötete Schleimhaut erkennen. Zur Absicherung schaut er sich möglicherweise den Kehlkopf mit einer Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie) genauer an. Für diese sogenannte Laryngoskopie verwendet der HNO-Arzt ein sogenanntes Lupenlaryngoskop.

Wer stellt Kehlkopfkrebs fest?

Ein Radiologe stellt damit fest, wie der Tumor genau beschaffen ist und ob Tochtergeschwüre an anderen Organen vorliegen.

Wo streut Kehlkopfkrebs?

Können Rachen- und Kehlkopfkrebs streuen? Wird der Krebs nicht frühzeitig erkannt, können sich die Krebszellen vom Primärtumor des Kehlkopfs oder der Speiseröhre zu den Drüsen im Hals (Lymphknoten) bis hin zu Lunge und Leber ausbreiten.

Welche Symptome bei rachenkrebs?

Als erste Rachenkrebs-Symptome fallen oft vergrößerte, nicht schmerzhafte Halslymphknoten auf.
...
Mögliche Symptome insbesondere in fortgeschrittenen Stadien sind u.a. :
  • Halsschmerzen,
  • Heiserkeit,
  • Schluckbeschwerden,
  • Auswurf (Sputum) mit Blutbeimischung,
  • Atemnot.

Wie erkenne ich einen Tumor im Hals?

Symptome, die auf einen Kehlkopftumor hinweisen, sind chronische Heiserkeit, anhaltendes Kratzen im Hals mit ständigem Zwang, sich zu räuspern, chronischer Husten, Schluckstörungen, Schmerzen im Hals, die bis zu den Ohren ausstrahlen, Fremdkörpergefühl im Hals und Atembeschwerden unklarer Ursache.

Ist eine Panendoskopie schlimm?

Welche besonderen Risiken bestehen bei einer Panendoskopie? Panendoskopie Erfahrungen zeigen, dass die Risiken denen eines leichten chirurgischen und mikrochirurgischen Eingriffs entsprechen.

Wie häufig ist Kehlkopfkrebs?

In Deutschland erkrankten im Jahr 2014 etwa 2.980 Männer und rund 520 Frauen an Kehlkopfkrebs. Mit einem Anteil von 0,8% aller bösartigen Tumore stellt der Kehlkopfkrebs den seltensten bösartigen Tumor der oberen Luft- und Speisewege dar.

Was sieht der HNO bei der Kehlkopfspiegelung?

Kehlkopf, Kehlkopfschleimhaut, Veränderungen, Auflagerungen sowie die Beweglichkeit der Stimmlippen u.v.m. können detailliert beurteilt werden. Auch Probenentnahme, Entfernung eines Fremdkörpers und mikrochirurgische Eingriffe sind möglich.

Welche Untersuchungen um Kehlkopfkrebs zu erkennen?

  • Klinische Untersuchung. Zunächst erfolgt eine sorgfältige Inspektion und Austastung der einsehbaren Bereiche der Mundhöhle und des Rachens. ...
  • Panendoskopie. ...
  • Ultraschalluntersuchung. ...
  • Computertomographie (CT) ...
  • Magnetresonanztomographie (MRT) ...
  • Positronenemissionstomographie (PET)

Wie kann man die Stimmbänder untersuchen?

Bei einer Stroboskopie wird das Schwingungsverhalten der beiden Stimmbänder im Kehlkopf untersucht. Dabei kommt ein Gerät zum Einsatz, dass es ermöglicht, die Einzelschwingungen der so genannten Stimmlippen sichtbar zu machen. Denn diese sind viel zu schnell, um mit dem bloßen Auge erkannt zu werden.

Ist Kehlkopfkrebs tastbar?

Auch Schluckbeschwerden, ein Kloßgefühl im Hals, Husten, chronisches Räuspern und ein Trockenheitsgefühl im Kehlkopf können Anzeichen für Kehlkopf-Krebs (Larynxkarzinom) sein. Manchmal treten auch Schmerzen auf, die in den Kieferwinkel ausstrahlen, tastbare Knoten am Hals, Atembeschwerden und Gewichtsverlust.

Wie schnell wächst ein Tumor am Hals?

Erschütternde Ergebnisse zeigen aktuelle Untersuchungen der Innsbrucker HNO-Klinik in Bezug auf das Wachstum von Tumoren im Kopf und Halsbereich. „Wir haben festgestellt, dass sich die Tumormasse pro Tag um ein Prozent vergrößert.

Wie fühlt sich Speiseröhrenkrebs an?

ungewöhnliches Würgen beim Schlucken von Speisen. schmerzhafte Krämpfe der Speiseröhre. Sodbrennen und häufiges „Aufstoßen“ (Reflux) Gewichtsverlust, Schmerzen und Heiserkeit (als Spätsymptome)

Kann man vom Rauchen Halsschmerzen bekommen?

Eine trockene Raumluft lässt häufig die Schleimhäute der Atemwege austrocknen und führt somit zu Beschwerden. Tabakrauch und andere Reizstoffe greifen die Atmungsorgane an. Halsschmerzen können also auch durch Rauchen und Passivrauchen ausbrechen.

Was löst Kehlkopfkrebs aus?

Als wichtigste Risikofaktoren für eine Erkrankung gelten Alkohol- und Tabakkonsum. Tatsächlich besteht eine unmittelbare Verbindung zwischen der Wahrscheinlichkeit, an einem Kehlkopfkarzinom zu erkranken, und der Intensität und Dauer des Tabakkonsums.

Ist der Kehlkopf hart?

Stimmlippenknötchen sind gutartige harte Verdickungen im mittleren bis vorderen Drittel der Stimmlippen, die immer doppelseitig, an korrespondierenden Stellen auftreten. Stimmlippenpolyp auf der linken Stimmlippe. Der Polyp ist die häufigste gutartige Neubildung der Stimmlippe. Kehlkopfkrebs der linken Stimmlippe.

Kann man im Hals einen Tumor haben?

Häufigkeit. Verlässliche Angaben zur Gesamtzahl bösartiger Kopf-Hals-Tumoren gibt es nicht. Geschätzt wird, dass in Deutschland pro Jahr etwa 50 von 100.000 Einwohnern an Krebs im Kopf-Halsbereich erkranken.

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