Warum Eichenfässer?

Gefragt von: Herr Dr. Karl-Ludwig Niemann MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 28. April 2023
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Das Holz der europäischen Eiche enthält sehr viel Tannin (Gerbstoff), was es für die Herstellung von Weinfässern besonders geeignet macht, da dieses Tannin unter dem Einfluss des Alkohols nach und nach ausgelöst wird und dem Wein zu einem körperreichen und ausgewogenen Charakter verhilft.

Warum Fässer aus Eiche?

Eichenfässer gelten als beständig und lassen sich viele Jahrzehnte lang für die Lagerung von Rum und Whisky verwenden. Doch mit den Jahren sinkt das Aroma, das die Spirituose aus dem Holz aufnimmt, und das Fass wird ausgelaugt. Whisky der in frischen Fässern gelagert wird, nimmt daher am meisten Aromen auf.

Was ist der Unterschied zwischen Barrique und Holzfass?

Das kleinere Barrique verleiht den Weinen stärkere Aromen von Holz und wird daher für kräftigere und körperreiche Weine genutzt, während sich das Holzfass gut für die Lagerung von Weißweinen, aber auch von langsam reifenden, edlen Rotweinsorten eignet.

Was reift im Eichenfass?

Lagert dann der Rum im Eichenfass, nimmt er über einen längeren Zeitraum hinweg jene Aromastoffe auf. Je länger die Spirituose lagert und je kleiner das Holzfass für die Lagerung von Rum ist, desto besser nimmt das Destillat die Fremdaromen auf. Jeder Fasstyp gibt andere Duftnoten ab.

Welches Holz nimmt man für Weinfässer?

Im Grunde werden nur zwei Sorten von Eiche für die Herstellung von Weinfässern eingesetzt: Die europäische Traubeneiche (quercus petrea) und die amerikanische Weiß-Eiche (quercus alba).

Wie entsteht ein Weinfass?

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Wie nennt man ein Weinfass aus Eichenholz?

Das Barrique ist ein Eichenfass, das heute vor allem zum Ausbauen von Wein, aber auch Whisky und Bier dient. Meist werden Barriquefässer im Bordelaiser Schiffsmaß von 225 Litern verwendet. Ursprünglich war das relativ kleine Barrique ein reines Transportfass zum Weinexport nach England.

In welchen Fässern reift Wein?

Das am häufigsten verwendete Gefäß zur Reifung des Weins ist das Holzfaß. Seine wichtigste Eigenschaft ist, daß der Wein in ihm atmen kann. Die Sauerstoffzufuhr beschleunigt die Polymerisation. Dadurch wird der Wein weicher, harmonischer, komplexer.

Warum werden Fässer getoastet?

Die Fässer sind innen medium getoastet, damit ihr Whisky seinen ganz eigenen, milden aromatischen Geschmack entwickeln kann. So wie in den großen Destillerien der Master Blender die lange Zeit der Reifung überwacht, so sollten auch Sie diesen Prozess bei Ihrem eigenen Whisky begleiten.

Wie oft kann man ein barriquefass benutzen?

Die Barrique-Weine werden in diesen kleinen Fässern längere Zeit ausgebaut, das heißt reifen gelassen. Bereits durch einmaliges Verwenden eines Fasses verliert dieses bis zu 85% seiner Aromen. Ein Barrique-Fass kann deshalb nur zwei- bis dreimal belegt werden, was die Weinherstellung stark verteuert.

In welche Fässer kommt Whisky?

Whisky reift ausschließlich in Eichenfässern. Nur rund ein Dutzend Eichenarten eignen sich überhaupt für die Lagerung von alkoholischen Getränken. Für die Reifung von Whisky kommen nur zwei Holzarten überhaupt in Betracht. Dies sind die Amerikanische Weißeiche und die Europäische Eiche.

Warum sind Holzfässer dicht?

Wie bleibt das Fass dicht

Holz arbeitet, und das ganz besonders wenn sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit ändern. Nimmt die Feuchtigkeit im Holz ab, ziehen sich die einzelnen Bretter des Fasses zusammen und trocknen aus. Stehen sie zu lange trocken können sie undicht werden.

Wann ist ein Wein ein Barrique?

Barrique-Wein wird also ein Wein genannt, der in einem solchen Fass gereift und gelagert wurde. Ein klassisches Barrique (auch: Barriquefass) hat ein Fassungsvermögen von 225 Litern, allerdings werden heutzutage auch kleinere Eichenfässer verwendet.

Welche Weine sind Barrique?

Das Barrique wurde speziell für Bordeaux-Wein entwickelt, ist aber heute in aller Welt verbreitet. Vor allem kräftige Rotweine wie Cabernet-Sauvignon oder trockener Weißwein wie Chardonnay eignen sich für die Reifung im Barriquefass, filigraner Wein wie Riesling oder Weißburgunder dagegen eher nicht.

Warum werden Fässer ausgebrannt?

Vor der First Fill Nutzung werden die Fässer mit heißer Flamme einmal getoastet, bzw. ausgebrannt, um eventuelle Keime abzutöten. Gleichzeitig wird dabei der Holzzucker karamellisiert, was dem Whisky bei der Reifung Vanille- und Karamellnoten zuführt.

Wie schmeckt Barrique?

Das Toasting gibt einen weichen Vanilleton an den Wein ab. Dieser Vanillegeschmack ist der „typische“ Barriquegeschmack, den man je nach Stärke des Toastings und Dauer der Fasslagerung deutlich und intensiv schmeckt.

Wie lange muss Wein im Fass reifen?

Bei einfachen Rotweinen beträgt diese Phase etwa drei Monate, bei schweren Rotweinen bis zu sieben Jahre – bevor sie in den Verkauf gelangen. Um seinen Geschmack perfekt entwickeln zu können, muss Wein nach der Gärung reifen. Beim Ausbau kommt es natürlich auch auf die Fassgröße an.

Was ist im Barrique gereift?

Gemeint ist, dass der Wein – mehrheitlich sind es Rotweine – für eine gewisse Zeit in einem kleinen Eichenfass gelegen hat. Im Fachjargon spricht man von "im Barrique ausgebaut" oder "im Barrique gereift".

Wo gibt es das größte Weinfass der Welt?

Das originellste und größte Denkmal des deutschen Weines baute im Frühjahr 1934 der Winzer und Küfermeister Fritz Keller auf dem weiträumigen Wurstmarktgelände seiner Heimatstadt Bad Dürkheim das inzwischen weltbekannte „Riesenfass“.

Wie teuer ist ein Holzfass?

Preis pro Stück 590€ /netto excl. Versand.

Wie lange bleiben Fässer kalt?

Die Ungeduldigen unter Euch können sich auch für eine schnellere Kühlung im Kühlschrank entscheiden. Stelle das Fass einfach aufrecht und warte durchschnittlich 6 Stunden, bis das Bier abgekühlt ist. Die Kühlzeit kann je nach Raum- und Kühlschranktemperatur variieren.

Wie lange Schnaps im Holzfass Lagern?

Nun wird das Wasser aus dem Fass geleert und dieses mit Wein oder Schnaps gefüllt. Die erste Füllung sollte nicht länger als drei Monate im Fass bleiben, da sich anfangs stärker Tannina und Gerbstoffe aus dem Holz lösen. Die nächste Füllung kann bereits beliebig lang im Fass aufbewahrt werden!

Warum muss Whisky reifen?

Die Reifung von Whisky in Fässern ist ein wesentlicher Schritt bei der Herstellung von Whisky. Während der Lagerung in Eichenfässern nimmt der Whisky viele Aromen auf, die seinen späteren Geschmack prägen. Außerdem bezieht der Whisky seine schöne Farbe aus dem Holz.

Warum pflanzt man Wein am Berg?

Nicht nur die günstigen Luftströme, sondern auch die Sonne spielt in der Hanglage eine wesentliche Rolle. So sind die Berge z.B. meist nach Süden gerichtet, sodass die Trauben möglichst viel Sonnenlicht aufnehmen können und besonders gut reifen. Auch der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen wird in der Steillage größer.

Wie nennt man eine 5 l Weinflasche?

5 Liter: Jeroboam (moderne Größe, seit zirka 1978 ausschließlich für dieses Format benutzt) 6 Liter: Methusalem (Champagner, Burgunder) 6,4 Liter: Imperiale (Bordeaux) 9 Liter: Salmanazar (nur für Champagner/Burgund) = 12 Flaschen mit 0,75 Liter.

Wie oft kann man ein Weinfass benutzen?

Das häufige Austauschen der Barriques macht einen Barrique-Wein so kostenintensiv. Ein neues Barrique mit einem Volumen von 225 Litern kostet um die 550 bis 700 Euro. In den drei Jahren Nutzungsdauer wird eine solches Barrique meist dreimal gefüllt, für jeweils 12 Monate.

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